Über mich

Ich bin in Leningrad (St.Petersburg) in einer Familie von Hochschulprofessoren geboren. Der Vater, Michail Werzhbinskiy (1909-1962), Mathematiker von Beruf, war ein talentierter Amateurmaler, dem besonders gut Karrikaturen gelangen. Das Interesse für das Portrait habe ich, vermutlich, von ihm. Die Mutter, Eleonora Gomberg (1912-2002), war eine Kunsthistorikerin, meine Kenntnisse in der Kunstgeschichte habe ich ihr zu verdanken, sie selbst hat aber nie gezeichnet. Ich absolvierte ein kunstorientiertes Gymnasium, danach die Muchina Hochschule für angewandte Kunst. Sehr wichtig war für mich die Tatsache, daß ich vom 12. bis zum 18. Lebensjahr bei der Malerin Eugenija Bogdanowa, einer ehemaligen Schülerin des bekannten russischen Impressionisten Rylow, Privatunterricht genoß. Eine andere für mich als zukünftige Malerin wichtige Begegnung war die Bekanntschaft mit Warwara Bubnova, einer hervorragenden Meisterin des Aquarells, die viele Jahre in Japan verbrachte und dann an ihrem Lebensabend wieder in die Heimat zurück fand. Seit ihrer Rückkehr lebte W. Bubnowa in Suchumi am Schwarzen Meer, wo ich sie mehrmals besuchte.


Vor der Emigration arbeitete ich als Designerin und unterrichtete Kunst für Kinder am Pionierpalast und heiratete den Maler und Designer Boris Rabinowich (1938-1988). Im Dezember 1977 übersiedelte unsere ganze Familie nach Österreich. Seit dieser Zeit lebe und arbeite ich in Wien. 16 Jahre lang war ich Designerin in der Wiener Emailmanufaktur M. Frey. Ich unterrichte Malerei für Erwachsene und Kinder, seit 1994 arbeite ich hauptsächlich als Malerin.


Meine Lieblingstechnik in der Malerei ist das Aquarell, aber ich arbeite auch in Öl, Gouache, Tempera und Pastell, nur Acryl akzeptiere ich nicht. Ich ziehe Portraits vor, Selbstportraits und Kompositionen mit erfundenen Personen, male Stillleben und zwischen 2000 und 2001 machte ich einen Ausflug in der Landschaftsmalerei. Die abstrakte Kunst interessiert mich als Malerin nicht, aber als Rezipientin akzeptiere ich sie sehr wohl. Ich ziehe vor, meinen eigenen Weg zu gehen, ohne Angst zu haben, nicht modern zu erscheinen.